Georg-Büchner-Schule Bad Vilbel: Büchner vor Gericht

von Nils und Moritz

Nachdem wir mit dem Zug nach Goddelau gefahren waren, sind wir durch die wunderschöne Stadt zum Geburtshaus Georg Büchners gelaufen. Dort angekommen konnten wir in der alten Stallerei vor strömendem Regen Unterschlupf finden. Unsere Klasse wurde in zwei große Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe blieb in der Stallerei und die andere Gruppe konnte in das Geburtshaus, sich dort alles anschauen und dann in kleineren Gruppen zusammen Aufgaben bearbeiten.

Schuldig?
Die Aufgabe unserer Gruppe bestand darin, Argumente zu finden, die wir in einem Gerichtsprozess als Staatsanwälte gegen Büchner verwenden können. Sein „Verbrechen“ war, dass er mit politisch Gleichgesinnten den „Hessischen Landboten“ herausgab, in dem er statistisches Material zu den Ausgaben des Staates veröffentlichte.

Bei der Sammlung von Argumenten halfen uns die vielen Texte und Zitate, die überall in der Ausstellung im Büchnerhaus zu finden waren. In der Mittagspause stellten die Mitarbeiterinnen Getränke und Kekse für uns bereit. Nach dieser kleinen Unterbrechung präsentierten alle Gruppen ihre Ergebnisse. Wir bereiteten Rollenspiele vor und zeigten selbst gemalte Bilder der ganzen Klasse in der Stallerei.

Das Urteil
In unserem Rollenspiel führten wir die Anklage im Prozess gegen Büchner mit folgenden Argumenten: Georg Büchner besorgte illegal Staatsgeheimnisse, fasste sie zusammen und veröffentlichte sie. Dadurch hat er besonders die unteren Gesellschaftsschichten zum Aufstand aufgehetzt und den öffentlichen Frieden gefährdet. Er sagte auch: „Ich benutze jeden Vorwand, um mich von meiner Kette loszumachen.“ Nachdem die Verteidigung ihre  entlastenden Argumente vorgelegt hatte, kamen die Richter zu dem Entschluss, dass Georg Büchner für ein paar Monate ins Gefängnis müsse und danach auf Bewährung entlassen werde.

…Ein gelungener Tag!
Alle bekamen eine Sammlung mit Bildern und Texten zum Workshop. Abschließend sollte sich jeder aus der Klasse zu einer Person aus Büchners Leben Gedanken machen und diese in einer Abschlussrunde der Klasse vorstellen.

Dieser Tag war sehr aufschlussreich und interessant. Man konnte viele Details aus Büchners Leben mitnehmen und so manches über die damalige Zeit und die Lebensumstände lernen.

 

Georg WER?

von Bianca und Nadine
Zum Anlass des 200. Geburtstags von Georg Büchner haben wir das Büchner-Haus in Goddelau mit der Klasse besucht. Als wir ankamen, hatten wir keinerlei Vorstellungen über das Leben Georg Büchners. Seine Tätigkeiten waren uns völlig unbekannt. So wurde uns also an diesem Tag viel über ihn vermittelt und wir haben eine Menge davon mitgenommen.

Büchner’s Leben und Werke
Wir waren erstaunt darüber, wie viele Menschen ihn unterstützten und für was er sich eingesetzt hat. Seine Fähigkeiten waren vielfältig, sodass zahlreiche Lebenswerke von ihm entstanden sind. Darunter fallen zum Beispiel die bekannten Dramen „Dantons Tod“ oder „Woyzeck“. Außerdem erfuhren wir einiges über seine Familie, die ebenfalls in der Öffentlichkeit engagiert war. Seine Schwester Luise gründete beispielsweise einen Frauenverein, während sich sein Bruder Ludwig viel für die Forschung einsetzte und noch heute als ein Vertreter der Naturwissenschaft gilt.

Das haben wir mitgenommen…
Die Führung, die wir in Gruppen besuchten, war sehr interessant, denn wir lernten seine verschiedensten Lebensabschnitte und sein Umfeld kennen. Die Leute, die uns betreuten, beantworteten alle aufkommenden Fragen und erklärten Einzelheiten sehr genau. In Kleingruppen erarbeiteten wir unterschiedliche Aufgabenbereiche. Vom Zeichnen bis hin zu Rollenspielen war alles dabei.

Der Tag bleibt uns positiv in Erinnerung. Da wir vom Georg-Büchner-Gymnasium kommen, wissen wir nun endlich, wer unser Namensgeber eigentlich war.

 

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