2 von 5 Woyzecks im Gespräch

Interview mit zweien der fünf Woyzeck-Darsteller des Stückes “Woyzeck und Marie” des Lichtenberg Oberstufengymnasium.

W1: Zuerst war es schwierig sich in die Rolle hereinzuversetzten, man trifft einen solchen Charakter nicht im Alltag. Ich bin in die Rolle hereingewachsen, davor konnte ich mich nicht wirklich mit Woyzeck identifizieren.

W2: Die Bearbeitung und Interpretation im Deutschunterricht hat geholfen zu verstehen wie Woyzeck sich fühlt. Das war im Deutschunterricht eher ein intellektueller Ansatz. Auch die anderen Charactere zu analysieren war wichtig für die das Verständnis.

W1: Wir haben jede Woche geübt, hatten intensive Proben. Aber es liegt auch viel an der Person selbst, wie glaubwürdig man das rüberbringen kann.

W2: Die Prügelszene hat mir geholfen. Über das Physische, am eigenen Leib die Wehrlosigkeit zu erfahren, dadurch habe ich die Rolle besser verstanden und dann ging auch das Spiel besser.

W1: Wir haben mit verschiedenen Maries zusammen gespielt – Auch jede Marie spielt anders. Wir mussten viel reden, bis wir uns im Zusammenspiel einig waren. 

W2: Ich war zuerst als Doktor eingeteilt: Aber ich hab mich in der Rolle nicht wohlgefühlt: Sie sind zu verrückt, haben ein großes Ego – das ist ein sehr starker Kontrast zum Woyzeck.

W1: Ich fand den Auftritt gut, es war ein angenehmes Publikum, alle waren gefesselt – ein total ruhiger Saal und eine gebannte Stimmung. Es war natürlich auch ungewohnt im grellen Licht zu stehen, aber es hat Spass gemacht

W2 & W1: Theater zu spielen hat auch Auswirkungen auf den Alltag, es ist wichtig sich im Alltagsleben darstellen zu können. Man kann sich auch besser in die Lage anderer Personen versetzen.

Die Woyzecks im Gespräch waren: David Haselberger & Marcel Heuer.

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